Die zweite Etappe - auf den Spuren des Kaisers - Kadinen

Ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch in Marienburg machte das Losradeln nicht so einfach. Die Chefin erzählte noch von ihrem kommenden Auflauf in Spanien und freute sich mit uns auf unser Zwischenziel Kadinen - it is wonderful.

Radkarten für die heute Tour waren bis Elbing  nicht vorhanden, wir hatten die wichtigsten Punkte notiert, aber die Sonne meinte es gut und so kamen wir ohne Probleme gegen Mittag in Elbing an.

Eine opulente Backsteinkirche prägt das Stadtbild, der Rest ist historisierend wieder nach gebaut oder wird gerade gebaut. Viel war wohl nach dem Krieg nicht übrig.

Elbing klingt vertraut nach Elbe, hat aber damit nichts zu tun. Der Retter der Stadt war hier ein kleiner Bäckerjunge der die Stadt vor der Plünderung durch die Ordensritter bewahrte.

In der Pizzeria neben dem Stadttor gelang es mit einem Mix aus Italienisch, Polnisch und Englisch ein tolles Essen zu ordern und dann ging es weiter - inzwischen im Regen und bergauf, bergab. Unsere Meinungen vom Weg waren nicht immer einheitlich. Loni hat sich durchgesetzt. Vielleicht war es nicht der kürzeste Weg, auf jeden Fall kamen wir an. Kadinen der Sommersitz des letzten Kaisers hat nicht viel kaiserliches, aber ein schönes Hotel direkt neben seinem Sommersitz. Also doch herrschaftlich. 

Der Blick aus unserem Zimmerfenster ging direkt auf die Gemächer des Kaisers. Ob dieser blaublütigen Nähe kam das leichte Gefühl auf, dazuzugehören.

Die Familienbilder auf dem Gang und das sehr schöne Restaurant trugen zum Wohlfühlen in der verflossenen Welt des Hochadels bei.

Doch auch hier war es wie so oft. Eine tolle Fassade, ein wunderschöner Garten



aber der Hintereingang zu des Kaisers Gemächern ist nicht mehr standesgemäß!

Fazit: mit der Runde durchs Dorf und zum Strand waren es 69,8 km. Nicht üppig, aber es reicht.

Bei etwas schmalbrüstigen Internet versuchten wir die nächster Etappe mit Grenzübertritt nach Russland zu organisieren. Was mangels Hotels in Grenznähe nicht so recht gelingen wollte. Also bleiben wir noch einen in Tag in Polen und pirschen uns nur an die Grenze ran....

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