Danzig und Westerplatte im Regen

Der erste richtige Urlaubstag! Es sollte ein gemütlicher Ausflug zur Westerplatte mit anschließender Stadtradelrunde werden. Der Anfang war vielversprechend, das Frühstück ließ keine Wünsche offen - aber das Wetter.... es verdiente diesen Namen nicht wirklich.
Wir sind dann trotzdem los und es schien besser zu werden. Nur fanden wir den Weg zur Westerplatte nicht: Autobahnen, Wasserstraßen und Hafenanlagen ließen uns schier verzweifeln obwohl die Richtung eigentlich klar war. Nach mehreren Runden durch eine nicht wirklich sehenswerte Region geschah ein kleines Wunder und wir lagen auf Kurs. Das Areal der Westerplatte ist nicht direkt spektakulär aber aufgrund seiner historischen Dimension schon beeindruckend.


Man hat den Polen in der Geschichte vielfach übel mitgespielt. Spätestens 1939 unsere Vorfahren, dann die Russen und später wie überall im Osten die Kommunisten. Und alle wollten angeblich nur das Beste.... Ein kleines Foto am Rand war besonders interessant: Russische Soldaten mit Sowjetstern, deutsche Soldaten mit Hakenkreuz in trauter Zweisamkeit die Aufteilung Polens vollendend. Da wird deutlich,  dass diese Wunden lange zum verheilen brauchten!

Der Rückweg war genau so schwierig wie die Anreise. Die versprochene Fähre gibt es offenbar seit längerem nicht mehr und die Radwege stammten wohl noch aus der deutschen Zeit. Und der Regen.... Noch ein kurzer Abstecher zur Festung Weichselmünde und dann fanden wir zurück in die Altstadt und einen trockenen Unterschlupf mit Aussicht und Verpflegung und konnten mehrere Stunden das Danziger Leben im Regen betrachten. Schön!
Was am ersten Abend schon zu vermuten war wurde Gewissheit: Danzig ist eine wunderschöne und lebendige Stadt mit sehr freundlichen Menschen. Leider ist Deutsch Mangelware und mein Polnisch reicht über Bitte und Danke nicht hinaus, Aber Englisch klappt gut und wird allgemein akzeptiert.


Fazit: Immerhin 33,6 km im Regen, es kann nur besser werden. Es hat morgen weiter nach Marienburg. Wir sind gespannt.

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