Die sechste Etappe nach Rossitten- Rybatschi
Dann ging es los. Wie versprochen zunächst auf einer Piste, die nur sehr entfernt an einen Feldweg erinnerte und auch keine klare Richrung hatte. Aber nette Menschen wiesen uns den Weg.
Nach Pionerskij wurde es besser und Mittag waren wir in Cranz - Selenogradsk. Der Reiseführer hatte nichts gutes versprochen, er hatte unrecht. Ein netter Ort mit noch vielen Baustellen und Betonung der Vergangenheit.
Wir fanden einen Patz an der Promenade - очень хорошо!
Um 17:00 im Hotel Traktir eingecheckt. Russisches Holzhaus ohne Sterne - без звездов. Aber das war egal. Abendessen vom Feinsten im Garten. Es wurde gemütlich doch gegen 21:00 kam ein Problem: Sie können hier nicht bleiben, das Visum ist abgelaufen! Auf die Frage wohin nur ein freundliches Schulterzucken und die Empfehlung Do granice, 19 km!
Im letzten Schimmer des zu Ende gehenden Tages kam wir dort an und mussten erkennen, das es mit der Ausreise nach Litauen nichts wird.
Endlose Telefonate auf Englisch mit einem entfernt sitzenden Chef brachten kein sinnvolles Ergebnis. Man könnte das Visum um 3 Tage verlängern, das kostet 1.000. Bezahlen geht nur in Selenogradsk morgen. Mit der Quittung dann zur Grenze und bis 13.6. ausreisen. Heute könnten wir im Hotel Traktir bleiben. Ein Anruf im Hotel bestätigte das.
Also 17km in stockdunkler Nacht zurück nach Rybatschi - Kurische Nehrung bei Nacht, auch ein Erlebnis.
Nur das das Personal im Hotel uns partout ohne Visum nicht übernachten lassen wollte. Da halfen weder Geld noch russische Worte.
Nach eine Stunde Disskussion hatten wir die Lösung: Übernachtung in einem Privathaus für 2.000 Rubel. Man brachte uns hin und eine sehr freundlich Dame begrüßte uns. Es war alles da was man braucht, nur etwas russisch. Doch egal, Freundlichkeit überwiegt. Dann die Botschaft zur Nacht: am 12.6. ist bei uns Feiertag, die Banken sind geschlossen:
День России Gute Nacht Deutschland
107 km








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