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Es werden Posts vom Juni, 2017 angezeigt.

In Kiel

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Ein Tag Zeit in Kiel. Badewetter war schon mal nicht. Blieb Shoppen oder Schauen. Die Mehrheit war für Schauen. Also mit der Fähre geruhsam nach Laboe. Das klingt französisch, ist aber ein deutsches Ostseebad am Eingang zur Kieler Förde. Und Standort des Deutschen Marinemuseums nebst Denkmal. Und so schloss sich der Kreis: Am Anfang war die Westerplatte und jetzt die gesamte Geschichte bis zum Ende. Eine beeindruckende Darstellung der Geschichte der deutschen Marine von den Anfängen bis heute. Ohne Heldenpathos gab es viel Elend an Land, über und unter Wasser zu sehen. Zum Abschluss ein Gang durch eines der letzten erhaltenen deutschen U Boote. Es fehlen die Wirte um die Bedingungen zu beschreiben unter denen Menschen unter Wasser Krieg geführt haben. 47 Mann auf engstem Raum. Hatten sie Glück, kamen sie wieder. Die meisten hatten es nicht. Nachdenklich fuhren wir zurück. Noch ein wenig Kiel, auf den zweiten Blick kann man sich die Stadt schon erschließen. Zum Schluss noch eine Briese ...

Regina Seeways und Kiel

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Auch für einen kreuzfahrtunerfahrenen Bürger war es dann relativ einfach. Räder in die Abstellkammer, Taschen gepackt und auf die Rolltreppe. 2x nach oben und wir standen vor der Rezeption. Die Schlüsselkarten lagen bereit und die Kabine war rasch gefunden. 6.Etage, quasi unter dem Kapitän mit Blick nach vorn. Wir könnten praktisch den Eisberg kommen sehen. Wenn er denn käme. Doch er kam Gott sei Dank nicht. Also 20 Stunden Wohlfühlen. Das Schiff hieß völlig unromantisch mit Vornamen Regina und mit Familiennamen Seaways. Mir war neu, dass Schiffe nun auch Nachnamen haben. Aber wenn es so ist, ist es so. Eine unerklärliche, wahnsinnig entspannte Atmosphäre war zu spüren. Das Schiff gleitet quasi über das Meer, man kann die Geschindigkeit nicht beeinflussen und kommt irgendwann an ohne etwas dazu getan zu haben. Von der Besatzung sieht man nicht außer dem Servicepersonal und selbst die Trucker sind die Ruhe selbst. Irgendwann  kam Kiel in Sicht mit dem bekannten Marinedenkmal Und dan...

Und weiter geht`s

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Sonnenschein weckte uns. Frühstück gab es im Nachbargebäude. Der Frühstückssaal hatte die Dimension eines Kreiskulturhauses für den Oblast Nida der alten Zeit. Alles war jedoch liebevoll vorbereitet - nichts fehlte. Und dann ging es los. Sonne auf das Kurische Haff - ein Traum. Das Thomas - Mann - Haus in der Morgensonne (leider noch geschlossen) -  so lässt es sich leben. Der Radweg ein Traum, da spielt der Gegenwind keine Rolle. So kann man sich einen Sonntagsausflug vorstellen. So hatten wir es nicht erwartet. Und dann die Grauen Dünen. Eigentlich schon verpasst, weil der Eingang sehr unscheinbar war. Also zurückgefahren, jeweils 2 Euro bezahlt und zu Fuß hochgestapft. Die größte und wohl letzte Wanderdüne Europas. Wenn man hier ist muss man sie gesehen haben. Nun aber zügig weiter, die Fähre wartet nicht. Unterwegs trafen wir Andreas aus Plauen wieder und fuhren gemeinsam ein Stück des Weges. Dann musste er Essen, wir wollten weiter. Allerseits wurden gute Wünsche ausgetauscht ...

Good bye Lenin

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Tatjana war sehr froh als sie hörte, dass alles geklappt hatte. Nun hieß es Abschied nehmen. Es wurden noch Bilder der Familie gezeigt, wir wurden ins russische  Facebook eingewiesen, das natürlich besser als das Orginal sei weil privat und nicht politisch. Und wir könnten auch gerne noch bleiben... Ich wäre ja noch geblieben, aber Loni wollte zu den Enkelkindern und außerdem hatten wir nur ein Dreitagesvisum in Aussicht. Die Taschen waren gepackt, es wurde gedrückt und geherzt. Tatjana entließ uns mit dem Versprechen uns zu melden, wenn wir gut in Deutschland angekommen seien. Dann ging es los Richtung Grenze. Der Weg war vom Sonntag noch bekannt, der Wind kam von hinten und nach 50 Minuten waren wir gegen 14:50 erneut am Punkt der Ausreise. Ich reichte alles was wir an Dokumenten hatte durch ein kleines Fensterchen und erklärte der Dame mit Zopf, dass wir noch ein Visum für 3 Tage beantragen wollen und es auch schon bezahlt hätten. Ihr Gesichtsausdruck wechselte von neutral zu un...

Bürokratie

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Der Plan war klar. Mit dem 1. Bus nach Selenogradsk - Cranz. Mit dem Taxi zur Sberbank, 2.000 Rubel einzahlen, mit dem Bus zurück nach Rybatschi, Tatjana drücken, aufs Rad und los. Soweit der Plan. Früh erwacht, Tatjana hatte mit Kartoffeln gefüllte Teigtaschen zum Frühstick gemacht und Kaffee ohne Zucker. Dann zum Bus. Erstaunlicherweise fahren gefühlt mindesten aller 30 Minuten Busse aus dem doch recht abgelegenen Dorf in die Welt. Und sie werden angenommen, Der Busbahnhof war eine Hütte, doch der Bus kam pünktlich. Kurz nach 09:00 waren wir in Cranz. Wider besseren Wiasens versuchten wir die Sberbank selbst zu finden - chancenlos. Das Taxi brauchte 5 Minuten und kostete 100,00 Rubel - 1,40 Euro. Die Bank war innerlich wie ein Amt aufgebaut - man musste  ein Ticket ziehen und es gab Mineralwasser for free.  Aber nicht nur das, sondern die Tickets waren geordnet nach Anliegen. Wir konnten unser Abliegen auf Russisch schlecht formulieren und wählten  "Einzahlung". Ticket ...