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You need a destination label

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Zum neuen Wortschatz nach unserer Englandreise gehört neben slipway (klingt etwas schlüpfrig, ist aber die Autobahnauffahrt) nun  auch destination label. Damit ist der Gepäckanhänger am Fluggepäck gemein, den hierzulande eine  freundliche Dame am Gepäckcheckin an den Koffern befestigt, in Stansted aber im Rahmen des self bag drop jeder selbst erzeugen und anbringen muss! Am Flughafen kann man sich schon die Zeit vertun. In London erst recht, lange Weile kam nicht auf. 3 Stunden vor dem geplanten Start starteten wir den 2. Versuch, uns unseres Gepäcks und der chick verpackten Räder zu entledigen. Den Counter für large luggage hatten wir gefunden, aber der etwas füllige Mann mit der gelben Warnweste machte uns klar, dass ohne ein destination label eine Fahrradannahme nicht möglich ist. Dieses könnten wir am self bag drop erzeugen.  Sagt er so einfach. Immerhin gelang es uns , mit Unterstützung durch fachkundiges Personal, unsere 4 Packtaschen erst zu wiegen und dann self zu...

Ein Tag in Stansted

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Ein entspannter Tag soll es werden. Late breakfast, Late checkout. Der Flieger geht erst 7:15 pm lokal time. Nach Kartons für das Verpacken der Räder hatten wir vor dem Frühstück gefragt und auch einen kleinen  erhalten. Aber da passen nie im Leben 2 Räder für Erwachsene rein. Aber es war ein Anfang. Dann die Auskunft, dass es weitere Kartons nicht gäbe, da alle bereits über die Müllvernichtungsmaschine entsorgt seien. Auf mein „unbelievable“ wurde die gesamte Rezeption aktiviert, die Vorräte an Kopierpapier wurden aus den Kartons geholt und wir mit 5 Pappkartons ausgestattet. Der Hauptakt war dann das Entfernen der Pedale. Obwohl vorher geübt und auch das erforderliche Werkzeug fast 800 km durch Europa transportiert, erwies sich die Prozedur als sehr schweißtreibend, aber letztlich erfolgreich. Das Verpacken war dann ein Klax, Loni hatte Bilder dabei, wie es auszusehen hatte. Am Ende war es vollbracht und wir wollten mit dem Shuttlebus zum Terminal. Aber der Fahrer erklärte uns, d...

Home Sweet Home

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Langsam wird es Zeit über die Heimreise nicht nur nachzudenken, sondern selbige in Angriff zu nehmen. Nachdem der Zug bis Stansted geklärt ist blieben nur Fahrt bis  zum Bahnhof Liverpool Street und die Fahrt zum Hotel in Stansted. Offensichtlich lösbare Aufgaben. Die erste Erkenntnis war, dass Stansted von London etwa 65 km entfernt ist. Das bedeutet für Radfahrer sicher fast 100 km, also keine echte Option.  Für die Anreise zum Bahnhof benötigten wir wiederum fast zwei Stunden, aber wir hatten ja ausreichen Reserven, so dass Zeit blieb, das Großstadtgetriebe auf uns wirken zu lassen. Downing Street hatten wir gestern abend schon einen Besuch abgestattet, aber Theresa war zum EU Gipfel und nicht da. Zaun und Bewachung machten einen noch manifesteren Eindruck als bei unserem letzten Besuch vor 6 Jahren und die Polizisten sehen nicht mehr britisch aus. Westminster Abbey hatten wir gleichfalls gestern bereits „abgearbeitet“,  but it was closed.  Aber auch von außen ...

I never saw such people

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Unseren ersten Abend in London beschlossen wir 2 Ecken weiter in einem  Pub. Fish and Chips und Prawns für mich. Dazu etwas Wein. Ob unserer Prüfungen Englischkenntnisse kamen wir mit dem Personal ins Gespräch - wir waren ab 10 pm die  einzigen Gäste. Die erste Frage: Have you heard about your Team? Yes, we had heard. Aber keine  Schadenfreude! Eher auch Zweifel am englischen Team. Später kam das Gespräch auf uns, unseren Aufenthalt in London (do you like the town) und unsere Fortbewegungsmittel zu sprechen. Die junge Frau war begeistert. „I never heard about cycling from Germany to London and I never sah such people! Und es gab zwei Whisky auf das Haus!

Welcome to London

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Unser Hotel nennt sich  Leigham Court Hotel. Nach Internet 3 km außerhalb des Stadtzentrums, doch in Wirklichkeit sind es bis zur Themse 14 km. Was Radfahrer aber nicht erschüttert. Es wirkt auf den ersten Blick wie eine Jugendherberge, ist aber ein durchaus kommodes B&B Hotel.  Menschen nett, Zimmer geräumig und sauber. Ein idealer Startpunkt für eine Radparty durch die Stadt. London ist trotz seiner unüberschaubaren Größe abseits der unmittelbaren City durch ein Netz von Baumbeständen es verkehrsarmen Nebenstraßen gekennzeichnet, auf denen es sich hervorragend Radeln lässt.  Da die Einheimischen Radler offenbar schon on the job waren ging geruhsam ins Zentrum. Die bewachsene Brücke über die Underground, die hier vergrauend ist zeigt, dass London schon Weltstadt war als auf dem Kontinent  Pferdebahnen das modernste Transportmittel waren. Unser erstes Ziel Liverpool Street Station, wir wollten wir erfahren, ob der Zug nach Stansted tatsächlich keine Radfahrer mit...

The yellow telephone

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Ob der im Ergebnis weiten Reise des Vortages gönnten wir uns einen etwas späteren Start. Frühstück im IBIS, das hier lustigerweise aber englisch korrekt  „Eibis“ gesprochen wird ist ganz lustig und bis auf beens, mushrooms and sausages wie in jedem IBIS. Oder wie zu Hause. Wir planten die Route in die Stadt und fanden eine vorgebliche Fähre ans andere Themseufer. Sie war aber bei Google nicht eingezeichnet. Die Nachfrage beim director itself ergab, dass es ein spezieller Bikebus sei, der Menschen uns Material for free auf das ander Ufer bringt, da die beiden örtlichen Brücken weder für Fußgänger noch für Radfahrer geeignet sind. Die Stimmung hob sich als er erklärte, dass es nur 400 m bis zum Startpunkt des Busses seien. Wir starteten euphorisch mir einer Lobeshymne auf den director. Doch zu früh gefreut, an der angegebenen Adresse fand sich nichts was ansatzweise einer Bushaltestelle ähnlich sah. Hilfsbereite Passanten bestätigten uns, das die angegebene Adresse richtig sei, doch ...

Von Maldon nach Crays

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Heute wollen wir nach Crays. Ich hätte nie gedacht, dass das Radeln zu einem ausgesuchten Ziel so mühsam sein kann. Dabei war der Anfang optimal. Erneut aßen wir mit goldenem Besteck. Die Chefin vom „White Horse“ wies uns die Richtung und los ging es. Die ersten Meilen waren noch unproblematisch bei strahlendem Sonnenschein. Irgendwann wurde der Weg schmaler und führte über einen kleineren Abgrund. Um kurz darauf im Wasser zu verschwinden. Doch zunächst ging weiter. Aber irgendwann mündete das, was als Radweg begann in eine A - Road, am besten vielleicht vergleichbar mit einer gut befahrenen, noch nicht 4streifig ausgebauten Bundesstraße mit hohem Verkehrsaufkommen. Man darf dort Radeln, es macht bloß keinen Spass. Dazu Unmengen an Roundabouts, große, kleine, einspurige und dreistreifig. Oft für uns nur zu Fuß zu überwinden. Manchmal auch einfach nur umkehren und einen anderen Weg suchen. Zügig vorankommen geht anders. Dann wieder typisch britische Bilder einschließlich roter Telefonze...