Zwei Tage auf der Regionalbahn - der 1. Tag
1. Juni 2024 Kindertag. Nun ging es wirklich los. Früh noch Büro, dann letzte Einkäufe um das Gepäckgewicht zu optimieren. Dann Geburtstagsfeier bei der Schwiegertochter und noch nichts eingepackt. Also irgendwie alles wie immer. Aber immerhin relativ zeitig zu Bett. Einpacken get auch morgen noch. Der Zug fährt erst 08:07



2.Juni 2024 Das Einpacken gelang wieder erwarten recht gut. Gefühlt hielt sich das Gewicht pro Tasche im anvisierten Bereich von 5 kg. Die S Bahn war angenehm leer und pünktlich. Der Zug nach Hof wartete in Dresden und bot ausreichend Platz für Mensch und Fahrrad, Die Umsteigezeit in Hof war recht knapp bemessen, so dass wir eigentlich schon den nächsten Zug ins Auge gefasst hatten. Aber wie durch ein Wunder gelang der Umstieg problemlos. Die Bahn hatte dafür gesorgt, dass der Zug nach Bamberg am Nachbargleis fuhr, Das war lobenswert, sie hätte aber auch für ein Mehr an Fahrradstellplätzen sorgen können. So standen wir 1,5 Stunden dort, wo die Wagen flexibel miteinander verbunden sind. Ein wenig Reichsbahnfeeling kam auf. Aber besser schlecht gefahren als gut gelaufen hatte schon mein Opa gesagt. Und der ist 1916 von Deutschland nach Frankreich und 1918 zurück gelaufen. Und so waren wir pünktlich in Bamberg,
Damit war aber auch der planmäßige Teil des ersten Reisetags zu Ende, Nach dreimaligem Wechsel des Bahnsteigs standen wir wieder da wo wir angekommen waren um von der Zugbegleiterin des Anschlusszugs nach Würzburg zu erfahren, dass der Regionalexpress völlig überfüllt sei und sie keine Fahrräder mehr aufnehmen könne. Da Radurlaub ohne Rad doof ist blieben wir auch draußen. Es gab noch den Tipp, dass 30 Minuten später eine Regionalbahn fahren würde. Diese sei erfahrungsgemäß weniger frequentiert.
War sie auch und es keimte Hoffung auf, dass wir Offenburg, wenn auch etwas später als geplant , noch erreichen würde. Also schnell das Hotel in Offenburg gebucht und auf die Ankunft gefreut.
Aber wir hatten die Rechnung ohne die Bahn gemacht. Der Anschlusszug Richtung Karlsruhe fiel aus - Hochwasser in Süddeutschland. Der nächste ging eine Stunde später, das sollte noch klappen. Wir waren die ersten am Bahnsteig … Doch der füllte sich rasch. Der Zug kam auch pünktlich, hatte aber nur halb so viel Wagen wir sonst. Allen Radfahrern - und das waren viele wurde das Einsteigen verboten. Menschen ohne Rad zuerst. Ob das Grundgesetzkonform ist, konnte in der allgemeinen Hektik nicht geprüft werden. Wir waren auch schon drin als die anderen eingestiegen waren, wurden jedoch wieder heraus komplimentiert. Im Ergebnis standen dutzende Radler und Fußgänger draußen, aber der Zug fuhr nicht ab. Dann die Durchsage, der Zug ist überladen, die Luftfederung ist ausgefallen und das Bremssystem funktioniert auch nicht. Bitte alle aussteigen. Was die Menschen dann auch taten. Die Techniker arbeiteten fieberhaft, aber nach 30 Minuten kam das Ergebnis: Irreparabel, bitte nehmen Sie den nächsten Zug. Der kam auch, war genau so kurz wie der erste und sollte doppelt so viel Menschen aufnehmen.
An dieser Stelle brauchen wir den Versuch der Weiterreise ab
Direkt am Bahnhof gab es ein tolles Hotel, Moxy, (hatte ich noch nie gehört) und eine Fahrt in die Altstadt bei angenehmen Wetter und einem offenbar für uns organisierten Weinfest. Angenehme Gespräche und ein Abendessen auf dem Markt ließen den Tag versöhnlich ausklingen. Würzburg ist eine Reise wert, wir sollten noch einmal wieder kommen.
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