Die Moselquelle - La source de la Moselle
4.Juni 2024


Es fehlten bis zur Quelle nur noch 3 km und ca.100 Höhenmeter, Eigentlich kein Problem, aber einmal musste ich anhalten, um den Schweiß aus den Auge3n zu wischen. Und dann war sie da - Die Moselquelle:

Offensichtlich kein Touristenmagnet - wir waren die Einzigen. Keine Wirtschaft am Platz, wir mussten das Mitgebrachte verzehren.- Aber ein tolles Gefühl. Kurzzeitig flammte der Wunsch noch auf , noch die 500m weiter zu fahren und den Col de Bussang zu erreichen - aber es lag an mir. Ich war etwas abgeschlafft. Und dabei wäre es ein geschichtsträchtiger Ort gewesen - von 1871 bis 1918 immerhin die Grenze zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich. Aber vielleicht ein Eintrag in die Todo Liste der nächsten Jahre.
Das Highlight des Tages gab es dann im Strandcafe in Remiremomt, Die lange Abfahrt hatte durstig gemacht und so ward der Gedanke eines Glases Wein geboren. Der Verkäufer verstand weder Deutsch noch Englisch und so kratzte ich mein letztes bisschen Französisch heraus: deux verres de vin blanc, s'il vous plaît.. Doch mein Akzent war offenbar nicht so perfekt, so gab es mehrere Rückfragen, die ich nach Kräften beantwortete. Am Ende bekamen wir zwei Getränke für 9,00 Euro das Stück. Immerhin 0,5 Liter. Doch sie entpuppten sich nach dem ersten Schluck als sehr bierähnlich, wenn nicht gar als Bier.

Nun war er da, der große Tag. Die Moselquelle war nur 40 km und 400 Höhenmeter entfernt. Eigentlich nicht viel, aber ein mulmiges Gefühl war schon vorhanden. 40 km bergauf, mit einem nicht so ganz tollen Trainingszustand, das könnte doch Probleme geben. Loni hatte im Internet die einschlägigen Videos mehrfach gesehen. Ein gewisser Alexander hatte haarklein beschrieben wie es ist. Und es war schwer….. Also Optimismus verbreiten und losfahren.
Und zunächst war es in der Tat unproblematisch. Von Remiremont nach Bussang führte bis 2018 eine Bahnlinie, die in den dreißiger Jahren sogar Lothringen mit dem Department Oberrhein verbinden sollte, aber letztlich in Bussang scheiterte. Der Radweg ist perfekt ausgebaut, steigt kaum merklich bis Bussang an.
Hin und wieder sind Relikte der Eisenbahngeschichte zu sehen und sogar ein kleine Bahnhof mit dem letzten Fahrplan, unterhalten von Bahnenthusiasten, wartet vergeblich auf Reisende. Der Zug fällt heute aus - aber das kannten wir von der Anreise schon.
Der Radweg ist ein Traum für jeden Radler. Nur von der Mosel, die hier Moselle heißt, war weit und breit kaum etwas zu sehen. Der Bahnhof Bussang, heute das Tourismusbüro war in 2,5 Stunden erreicht.
Es fehlten bis zur Quelle nur noch 3 km und ca.100 Höhenmeter, Eigentlich kein Problem, aber einmal musste ich anhalten, um den Schweiß aus den Auge3n zu wischen. Und dann war sie da - Die Moselquelle:
Offensichtlich kein Touristenmagnet - wir waren die Einzigen. Keine Wirtschaft am Platz, wir mussten das Mitgebrachte verzehren.- Aber ein tolles Gefühl. Kurzzeitig flammte der Wunsch noch auf , noch die 500m weiter zu fahren und den Col de Bussang zu erreichen - aber es lag an mir. Ich war etwas abgeschlafft. Und dabei wäre es ein geschichtsträchtiger Ort gewesen - von 1871 bis 1918 immerhin die Grenze zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich. Aber vielleicht ein Eintrag in die Todo Liste der nächsten Jahre.
So aber ging es rasch wieder abwärts nach Remiremont bei strahlendem Sonnenschein. Leider bremste der plötzlich aufgekommene Gegenwind uns etwas und nahm den Schwung. Aber schön war es doch.
Also austrinken und am Akzent arbeiten. Den Wein gab es später, der Tag war ein Erfolg.
Und der Auslauf der Mosel ist ein M aus Granit. Wer hätte das gedacht?😉
Kommentare
Kommentar veröffentlichen