Und weitere geht es. Von Remiremont nach Rugney

Nach einem guten Frühstück hieß es Start frei moselabwarts. ibis Budget ist sicherlich eine Alternative. An die Enge muss man sich allerdings erst gewöhnen.  Zunächst ging es nach Epinal.
Am Ortsausgang  war auch die Mosel,  la Moselle wie man hier sagt, das erste Mal als richtiger Fluss zu sehen. Erstaunlich was 30 km Flusslauf und unzählige Zuflüsse ausmachen.

 


Über kaum befahrene Nebenstraßen ging es durch hügeliges Gelände nach Epinal. Eigentlich sollten die Anstiege vorbei sein, waren sie aber nicht ganz. Die die morgendliche Kühle machte sie erträglich.
Mittags waren wir da, ein niedliches kleines Städtchen empfing uns, Die empfohlen Besichtigung der Burgruine schenkten wir uns - sie lag wie bei Burgruinen üblich auf einer deutlichen Anhöhe. Und das wollten wir dann doch nicht. 






Wir suchten stattdessen den Canal des Vosges. Und wir fanden ihn.





Er wurde mit einer Gesamtlänge von 124 km zwischen 1874 und 1882 erbaut. Er überwindet mit Hilfe von 93 Schleusen die europäische Hauptwasserscheide und verbindet den Rhein mit dem Mittelmeer. Uns führte er nicht zum Mittelmeer sondern in die Gegenrichtung.

In die Richtung verläuft er weitgehend parallel zur Mosel , die zwar zusehends mächtiger wird, aber nicht ansatzweise schiffbar wäre. Einern großen Teil der versprochenen 93 Schleusen konnten wir in Augenschein nehmen. Alle, trotz ihres historischen Aussehens in Betrieb. 

Eine Schleusung konnten wir beobachten. Der Kahn passt in Länge und Breite genau in die Schleuse. Ganz offensichtlich hat man beides aufeinander  abgestimmt.An den meisten Schleusen ist Self  Service angesagt. Die Schleusenhäuser sind verlassen oder dienen Wohnzwecken.





Der Kanal hat sicher kaum noch etwas von seiner einstigen Bedeutung, wird jedoch nach wie vor von Lastkähnen befahren, zusehends aber auch von Sportbooten. 

Es ging gemächlich voran, meist ohne Fahrzeugverkehr bis nach Charmes. Hier gab es keine Übernachtungen mehr, aber ein Kriegerdenkmal
 

Es erinnert an die Toten von 1871, 1914 bis 1918 und 1940 bis 1945.  Es wirkte sehr martialisch, wie aus der Zeit gefallen. Aber leider Gottes wieder aktuell.

Unser Quartier fand sich dann 5 km außerhalb der Ortschaft in einem Dorf namens Rugney. Es hörte auf den unaussprechlichen Namen Domaine de Xugney, Chambres d`hotes Les templiers. Und war ein historischer Bauernhof den eine junge Frau namens Juliane mit ihrem Onkel bewirtschaftete. Sie die Zimmer und er die Landwirtschaft. 

Ihr Englisch war, untypisch für Frankreich, sehr passabel. Frühstück wird es geben, für das Abendessen hatten wir vorgesorgt. Und so wurde es ein entspannter Abend.

 

Am Morgen gab es das von Juliane zubereitetes Frühstück für das Wohlbefinden und eine Besichtigung  der 900 Jahre alten  Templerkapelle. Geschichte zum Anfassen. Doch über den Templerorden muss ich wohl noch einmal nachdenken. Offenbar war ich da gerade Kreide holen. 


















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