Von Perl nach Trier - auf den Spuren von Karl Marx

Es sollte ein früher Start werden, wurde es aber nicht. Also wie immer. In Anbetracht der relativ kurzen Strecke von 50 km bis Trier  erschien das aber verkraftbar. Die Sonne schien, der Weg war gut ausgeschildert und so ging es lost. Zunächst ging es steil bergab zur Mosel. Was am Abend vorher ein mühsamer, kräftezehrender  „Schlußspurt“ war, dauerte jetzt 5 Minuten. Sensationell!

 

Der Weg führte dann mal am Wasser entlang, mal durch die Weinberge, Das war schön, aber etwas beschwerlich.


Bis Trier eigentlich nur Landschaft pur. Man hätte gefühlt aller 500 m eine Rast in einer Weinwirtschaft einlegen können, aber dann wären auch 50 km womöglich endlos geworden. 
Die linke Moselseite gehört zu Luxemburg und zeichnet vielfach sich durch schicke Villen aus. Ganz offenbar wurde das viele Geld, das manche nach Luxemburg gebracht haben auch gut angelegt.
Was ich nicht wusste, die Mosel selbst ist in diesem Bereich ein Kondominium.  Das heißt die Wasserfläche bildet ein gemeinsames Staatsgebiet von Luxemburg und Deutschland. Und das seit dem Wiener Kongress von 1815.
Wir nutzten eine Brücke um das Kondominium einmal zu überqueren und einen Blick auf Wormeldange zu werden.

 

Dort befindet sich auch die älteste Weinbau Genossenschaft in Europa. Kannte ich vorher nicht.

Kurz vor Trier dann der Zusammenfluss von Saar und Mosel, quasi ein kleines deutsches Eck. Und die Mosel wurde noch größer.

  

Und schon kam Trier in Sicht. Die mit mehr als 2000 Jahren älteste Stadt Deutschlands zeigte sich bei strahlendem Sonnenschein als absolut sehenswerte kleine Metropole mit etwas mehr als 110.000 Einwohner und unzähligen Touristen. Bislang kannte man Trier nur als Geburtsstadt von Karl Marx und vielleicht noch das römische Stadttor Porta Nigra. Aber diese Stadt bietet wesentlich mehr. 
Uns zu Ehren wurde sogar ein Band aufgeboten

   

Das sicher bekannteste und älteste Gebäude die Porta Nigra . Unmittelbar daneben unsere Unterkunft - wieder einmal hoch oben.

  

Der Weg zum Karl Marx Haus war nicht weit, keine 5 Minuten mit dem Fahrrad. Es ist das Geburtshaus von Karl Maerx und beinhaltet ein von der Friedrich Ebert Stiftung betriebenes, sehenswertes Museum. Diese Seiten von Karl Marx kannte man bisher nicht. Neben dem großen Denker Marx wurde auch der „chaotische“, niemals fertig werdende Arbeiter gezeigt. Der seine Frau Jenny trotz schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse mit vielen Kindern beglückte und wohl auch vor seiner Haushälterin nicht halt machte.

 

Auf jeden Fall sehenswert!

Historische Höhepunkt des Hauses der Sessel in dem Marx zu denken pflegte. Leider durfte man nicht selbst Platz nehmen.





Ein Stadtrundgang durch die Altstadt und ein Glas Wein am Dom beschlossen einen wunderschönen Tag.

   

Morgen wollen wir nach Bernkastel - Kues knapp 60 km
















































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