Von Bullay nach Kattenes - wo zum Gott ist denn das?
In Bullay gibt es früh um 7:00 noch keine Kirchenglocken. Die ersten läuten um 7:30. Ein wahrer Segen.Trotz des etwas späteren Starts waren wir pünktlich zum Frühstück. Es war ja auch heute nichts zu schreiben, das wurde gestern erledigt. Die Chefin des Hauses verabschiedete uns mit großer Herzlichkeit und bedankte sich ausdrücklich für unseren Aufenthalt. Sie wählte EC - Karte statt Visa. Und bedankte sich auch dafür. Wenn es nicht so weit wäre, könnte man tatsächlich drüber nachdenken ein paar Tage hier zu verbringen.

Weinberge und schmucke Ortschaften wechselten sich ab und gegen Mittag kreuzte ein Zeppelin unseren Kurs.


So aber radelten wir los. Die Sonne vom frühen Morgen war wechselnder Bewölkung gewichen. Es ging gut voran heute im wesentlichen linksmoselisch.
Kurz nach dem Start trafen wir ein Entenfamilie beim Morgenspaziergang. Sie legte offenbar keinen Wert auf unsere Bekanntschaft und spazierte ungerührt weiter
Weinberge und schmucke Ortschaften wechselten sich ab und gegen Mittag kreuzte ein Zeppelin unseren Kurs.
Mittag gab es in Cochem. Das Städtchen niedlich anzuschauen und ein Touristenmagnet.
Das erste Restaurant wollte offenbar keine Touristen, wir saßen 10 Minuten am Tisch und niemand interessierte sich für uns. Im nächsten Lokal wurden wir förmlich hereingebeten und angemessen bedient. Das Essen war ok, aber mehr auch nicht. Also weiter geradelt.
Viele der Ortschaften waren eigentlich kleine Städte mit Stadtbefestigungen, durchaus opulenten Kirchen und manchmal auch sonderbaren Namen.
Als Ziel unserer heutigen Reise hatten wir Katenes ausgemacht. Vor allem wegen seiner Nähe zu Koblenz. Laut Internet ein Zimmer mit Moselblick und ein Hotel mit Weingut oder ein Weingut mit Hotel. Und so war es auch. Unser Zimmer war im Gästehaus und hatte tatsächlich Moselblick!
Ein Traum. Schwiegertochter und Schwiegermutter betrieben Gästehaus und Hotel. Der Begrüßungsbildschirm war handgemalt und die Minibar mit dem Wein des Hauses gefüllt. Was will man mehr.
Abendessen in der Gaststube, eine perfekte Kombination des historischen Ambientes mit modernen Elementen. Die Winzer Vater und Sohn betreiben die Küche, die Frauen bedienen und selbst das Kind trägt zur Unterhaltung der Gäste bei.
Die Schwiegermutter erzählte uns vom letzten Hochwasser, es gab schon zwei dieses Jahr. Das Wasser kommt, das Wasser geht. Es ist alles nicht so wild, wie es in den Medien gemacht wurde. Und in der Tat war kaum noch zu erkennen, dass vor 4 Wochen die ufernahen Straßen überschwemmt waren und die Keller voll Wasser standen.
Es wurde ein sehr schönen Abend mit den Getränken des Hauses und den Gesprächen mit den Gastgeberinnen.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen