Der unsichtbare Gegner

Nach der Karte erwartete uns heute ein entspannter Tag. Entlang von  Linge und Waal wollten wir nur bis Dordrecht. Nur ca.  70 km und das Hotel in Dordrecht war auch schon gebucht. Aber schon beim Start wurde klar, das es heute anders wurde. Der schon gestern spürbare Wind hatte nochmals aufgefrischt und blies uns permanent ins Gesicht. So wurde nahezu jeder Kilometer den es vorwärts ging zum Erfolg. Noch dazu war der Wind unangenehm kühl.

Zunächst ging es auf dem Deich  nach Leerdam. Die Käsestadt macht einen beschaulichen Eindruck, ist aber eigentlich als Stadt des königlichen Glases bekannt. Wieder was dazu gelernt.





Dann ging es weiter nach Gorinchem. Hier wurde es schon etwas maritim, denn wir erreichten die Waal. Nun wussten wir auch, wo die ganzen Schiffe abgeblieben waren, die uns bis Millingen begleitet hatten und dann plötzlich fast vollständig weggeblieben waren: sie hatten die deutlich größere Waal genommen und waren nun wieder da.

Die Überfahrt dauerte eine knappe halbe Stunde, dann waren wir in Woudrichen. Hier deutete sich an das die heutige Radfahrernation der Niederländer einst eine Seefahrernation war: ein historischer Hafen nebst Stadttor legten stilles Zeugnis ab.





Werkendam erwartete uns zur Mittagszeit und in  „De lachende Gans“ gab es Sandwiches in Übergröße.  




Auf dem weiteren Weg  wurde uns auch klar was Niederlande bedeutet. Rechts und links vom Damm kilometerlang nur Wasser und hin und wieder ein Haus auf einem Hügel. So  kämpften wir uns weiter bis zur letzten Fähre für heute, die uns an den Stadtrand von Dordrecht brachte. Nun ging es relativ zügig bis ins Zentrum. Die Stadt ist deutlich größer als gedacht. Am Bahnhof beeindruckte zunächst das mehrstöckige Parkhaus für Fahrräder, hierzulande Fietsenstalling genannt. Dann eine gigantische Hubbrücke und schließlich eine Altstadt die durchaus an Amsterdam erinnerte. 












Unsere Adresse herrschaftlich mitten in der Altstadt: Prinsenstraat. Der Kampf gegen den Sturm hat sich gelohnt!



Es waren auch nicht 70 km , sondern dank einiger Abkürzungen nur 60 km im Gegenwind. Insgesamt sind es am 7. Urlaubstag fast 410 km. Befinden ok, Abendbrot super und die Stadt vermittelt ein Gefühl der Sicherheit.




Kommentare

  1. Hallo,ihr zwei Pedalritter!Sind heute ,Freitag wieder gut zu Hause gelandet und haben auch schöne Erlebnisse bei großer Hitze. Habe gleich eure Berichte angeklickt und mit Freude gelesen, das es euch gut geht und ihr immer ein Bett gefunden habt, wenn auch z.T.recht ungewöhnlich.Wir wünschen euch gute Weiterfahrt !

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