Die Königsetappe
Der Radführer deutete nach Arnheim kleine steile Stücken an. Was wir nicht glauben wollten. Holland und Berge, das ist wie Sahara und Regen. Und dazu noch Geschichte pur: das Airborne Museum in Oosterbeek unweit von Arnheim und dann Haus Doorn, das Exil Wilhelm II.





Und immerhin durften wir auf den Steinen wandeln die schon seine Hoheit betreten hatte.






Wir waren noch vor 10:00 am Hotel Hotel Hartenstein, dem damaligen Befehlsstand der Engländer.
Punkt 10:00 war Einlass. Neben dem Gebäude war auch der Keller und eine Multimediashow im 3.UG zu betrachten. Die Informationen des Vortages wurden in den historischen Kontext eingeordnet und das Geschehen auch anhand von Einzelschicksalen deutlich gemacht. Am Ausgang sprach uns ein älterer Herr in nahezu akzentfreiem Deutsch an. Er gehörte offenbar zum Museum und erklärte uns, dass er alles als 8jähriger Junge miterlebt hat. Die kurze Freude über das vermeintliche Kriegsende im September 1944, die Rückkehr der Deutschen, den Hungerwinter 44/45 und das richtige Kriegsende im Mai 1945.
Wir führen nachdenklich weiter.
Es war dann dann der Tag der Landstraßen. Tolle, gut ausgeschilderte Radwege brachten uns parallel zur Lansstrasse zügig voran und doch tatsächlich auch 320 Höhenmeter. Auf dem „ Gipfel“ passend zur Gemütslage ein Soldatenfriedhof. Alles Männer zwischen 20 und 45 - warum und wofür?
Was ich nicht ausreichend bedacht hatte, Südholland ist sehr dünn besiedelt. Dementsprechend rar sind die Übernacxhtungsmöglichkeiten. Entlang der Route gab es wenig was man über Booking.com verbuchen konnte. So versuchte ich mein Glück und buchte von unterwegs per Mail ein B&B auf einem Kirschbauernhof. Es kam die Meldung, wir nehmen bei Bedarf Kontakt mit ihnen auf. Also Handy laut gestellt und weiter geradelt, es lagen noch mindestens 30 km vor uns, aber auf allen Kanälen Funkstille.
Doorn lag direkt am Weg. Ein riesiger Park von 35 ha und ein.relativ bescheidenes Anwesen. Wir hatten letztes Jahr in Kadinen den Sommersitz des Kaisers aus wesentlich besseren Tagen gesehen, aber ein direkter Absturz war Doorn für ihn nicht. Von der verlorenen kaiserlichen Würde mal abgesehen. Aber verglichen mit seiner russischen Verwandschaft, die von den Bolschewiki hingemordet worden war, ist er doch gut weggekommen. Auch wenn er, wie die Sage berichtet und im Park zu sehen war Holz hacken musste.
Und immerhin durften wir auf den Steinen wandeln die schon seine Hoheit betreten hatte.
Hinter Doorn wurden die Wegweiser dünn, obwohl wir direkt auf Kurs waren. Halten, gucken, fragen war angesagt. Die Holländer sind aber sehr freundlich und hilfsbereit. Oft reicht schon ein unschlüssiger Blick und man wird geholfen. Und etwas Deutsch sprechen fast alle, so dass unser Englisch sich noch ausruhen konnte
Kurz vor 6:00 waren wir am Kirschhof mit B&B in Tricht, allein meine Mail war noch nicht da. Könnte am schlechten Internet gelegen habe, wäre auch nicht schlimm, aber es war kein Zimmer frei. Begeisterung sieht anders aus. Der Chef sah es nicht so verbissen, fragte woher wir kämen und wo wir hinwollten und erstarrte fast vor Bewunderung als wir Arnheim und London sagten. Er versprach uns zu helfen und telefonierte mehrfach. Ich sagte noch etwas von schon weit gefahren und Loni kaputt und er fand tatsächlich drei Dörfer weiter ein B&B, höchstens 6 km und sehr schön. „De Bloem Heuvel
„ heißt das Anwesen - wir erhielten noch Adresse und Telefonnummer und los ging’s. Natürlich waren es nicht 6 sondern 10 km, aber was soll’s. Wir fanden es, wurden von Davine erwartet und sogar noch mit Essen versorgt obwohl wir glaubhaft machten, dass wir nicht hungrig sind.
Dazu gab es Wein und Wasser, einen Platz in der Sonne, kleine Hunde zum Spielen und dann eine Nacht in Rumpt. Es fehlte an nichts. Insgesamt waren es dann doch 92 km geworden. Tat zum Schluss dann doch weh. Morgen also kürzer treten.
Привет, мои дорогие Илоночка и Томас! Вместе с Вами путешествую я по Вашим фото и коментам! Без прблемм не обошлось! Вам это знакомо! Какой милый пес у Илоны на руках! Очень классное фото! А ещеюя узнала Ваши ноги,на королевской брусчатке! Вы прикоснулись к истории прямо своими ногами! Удачи в путешествии!
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