Es ist so schön mal nichts zu tun

 Der 8. Tag

Nach der  spontanen Planänderung  von gestern Abend stand ein entspannter Tag ins Haus, Bis 08:00 schlafen, um 09:00 zum Frühstück - und kein schlechtes Gewissen. So konnten die rückständigen Urlaubserinnerungen formuliert werden, endlich mal wieder ajour! Auch ein schönes Gefühl. Und es wurde nicht langweilig.

Am frühen Nachmittag eine Stadtrundfahrt - mit dem Rad. Es wurden nur 5 km. Aber gut für einen bestimmten Körperteil und den Geist.

Ein Marktplatz - der hier TGM Platz heißt. (TGM ist das Kürzel für  Thomaš Garrigue Masaryk, den Präsidenten der 1. Tschechoslowakischen Republik. Politiker, Philosoph, Schriftsteller - aber letztlich gescheitert an der Frage der Aussöhnung der in seinem Staat lebenden Nationalitäten) .   Ein Kloster, das sich klášter nennt und das Nationalparkmuseum beinhaltet. Allerdings wegen Rekonstruktion aktuell geschlossen ist.



Dahinter ein unheimlich großer Friedhof, der Generationen beherbergen kann und offensichtlich auch beherbergt. Das eigentliche Ziel der Visite war die Suche nach Spuren der deutschen Vergangenheit der Stadt, denn in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts waren von den 7.000 hier lebenden Menschen mehr als 80 % Deutsche. Schnell wurden wir fündig. Ein sehr durchwachsenes Bild. Einige wenige Grabstellen aktuell gepflegt, einige andere aufwendig hergerichtet aber über dem größten Teil lag der Charme des Vergänglichen. Da wird man schon nachdenklich.






Erstaunlicherweise gibt es am Eingang einen deutschsprachigen Friedhofsführer in dem auf Grabstellen bedeutender Hohenelber Persönlichkeiten hingewiesen wird. Z. B. Ignaz Theodor Petera (kannte ich bislang nicht),  der 1864 den Betrieb gründete, der heute ein Automobilwerk von Skoda ist.


Dann noch einmal in die Stadt zur alten Steinbrücke und dann wird Feierabend.



PS. Im tschechischen  Fernsehen sind sie alle wieder da: Das Krankenhaus am Rand der Stadt und die Frau hinter dem Ladentisch. Und Winnetou und Old Shatterhand sprechen perfekt Tschechisch während ich noch an mir arbeiteten muss.


Und morgen geht es nach Polen, Loni lernt schon Vokabeln!

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