Malcesine
Am 13. September 1786 brach Goethe von Torbole aus mit dem Boot nach Verona auf. Das Wetter war gut und der See ruhig. Goethe genoss das Schauspiel der Morgendämmerung und zeichnete die Burg von Malcesine vom Boot aus. Plötzlich setzte jedoch der starke Wind "l'ora“ (die Stunde) ein, der den Dichter und seine Begleiter vom Kurs abbrachte und in Malcesine an Land zwang.
"Es ist der erste venezianische Ort an der Morgenseite des Sees. (…). Diesen Aufenthalt will ich so gut als möglich nutzen, besonders das Schloß zu zeichnen, das am Wasser liegt und ein schöner Gegenstand ist. Heute im Vorbeifahren nahm ich eine Skizze davon.“
Dort war er tief beeindruckt von der Schönheit der Landschaft, insbesondere von der Scaliger-Burg. Er machte sich sofort daran, sie aus der Nähe zu zeichnen. Doch erneut geschah etwas Unerwartetes. Die ruhige Atmosphäre wurde von Einheimischen gestört, die den Dichter für einen ausländischen Spion hielten, der Informationen über die Stadt sammeln wollte. Sie zerrissen seine Skizze und der Bürgermeister ließ sich erst nach einem langen Verhör von Goethes Unschuld überzeugen. Schließlich durfte er seine Italienreise fortsetzen, wobei die Einwohner von Malcesine hofften, dass er nach seiner Rückkehr in die Heimat, das schöne Malcesine bei seinen Landsleuten bekannt machen würde.
Und genau so geschah es! Goethe schwärmte von seiner Entdeckung und trug so zum Ruhm des Gardasees bei. Aufgrund seines eigenen Bekanntheitsgrades verbreitete sich die Nachricht von der Schönheit des Sees auch bald auch über die Alpen hinaus und lockt seit dem unzählige berühmte und weniger berühmte Gäste an.
Man kann auch beim x.ten Besuch der Stadt stundenlang am Wassder sitze, Schiffe gucken und Menschen beobachten. Ein Traun!!
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