Die Ponale Straße - Strada del Ponale

26.Juni 2025

Teil des Projekts Transalp war auch ein Radtour zum Ledrosee über die alte Ponale Straße. Eigentlich! Nachdem die Mühen des Brennerpasses deutlich größer waren als gedacht, hatten wir innerlich etwas Abstand zu diesem Teilprojekt gewonnen. Loni liebäugelte zwischenzeitlich mit einer E - Biketour, was kein Problem gewesen wäre, aber die Hitze ließ uns auch davon Abstand nehmen.

Aber vielleicht wenigsten mal schauen, wie es wäre? Vielleicht wenigstens 100 m?




Die Straße selbst hat eine lange Geschichte, wie Wikipedia weiß.

„Die Ponalestraße führt auf einer Länge von 5,5 km von Riva del Garda (70 m s.l.m.) am Nordufer des Gardasees an der Ost- und Südseite der Rocchetta-Gruppe in die Fraktion Biacesa (418 m s.l.m.) am östlichen Eingang des Ledrotals hinauf und überwindet dabei etwa 330 Höhenmeter. Sie führt insgesamt durch acht Tunnel, die zu verschiedenen Zeitpunkten errichtet wurden, und gibt immer wieder Ausblicke auf den Gardasee, auf Riva und den gegenüber liegenden Monte Baldo frei.

Die Ponalestraße wurde von 1848 bis 1851 durch Giacomo Cis erbaut, um das Ledrotal mit dem Gardagebiet zu verbinden. Zu Ehren ihres Erbauers wurde sie nach ihm benannt (Sentiero del Ponale di Giacomo Cis).[2] Sie war damit die erste und einzige direkte Verbindung vom Gardaseegebiet in das Ledrotal und beendete dessen Isolation.

Auch den österreichischen Militärs war schnell die Bedeutung dieser Straße als Einfallstor in Richtung Riva bewusst. Bereits 1859 nach dem Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskrieg und dem Verlust der Lombardei machte man sich Gedanken, die Straße zu befestigen und baute in der Folgezeit eine kleinere offene Artilleriestellung an der Straße. Als im Dritten Italienischen Unabhängigkeitskrieg während der Schlacht bei Bezzecca am 21. Juli 1866 italienische Freischaren unter Giuseppe Garibaldi nur unter dem Einsatz der Gardaseeflottille und der Batterie San Nicolo an der Ponalestraße aufgehalten werden konnten, gab man diese erste Verteidigungsstellung wieder auf, weil man sie als zu unzureichend betrachtete. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts legte man verschiedene Pläne für den Bau einer Sperranlage an der Ponale vor. Diese wurden schließlich 1904 mit dem Bau der Straßensperre Ponale am heute von Riva aus kommenden dritten Straßentunnel umgesetzt. Während des Ersten Weltkrieges wurde diese Anlage weitgehend unterirdisch ausgebaut und war Teil der Sperrgruppe Ponale, die zur sogenannten Festung Riva gehörte.

1891 fuhren die ersten Automobile auf dieser Straße. Über ein Jahrhundert nach ihrer Entstehung zwang der Umstand, dass die Straße regelmäßig durch Erdrutsche unpassierbar wurde, die Gemeinde zur Ausarbeitung eines Alternativprojekts, das einen immer stärkeren Verkehrsfluss sicher bewältigen konnte.

1982 wurden die beiden 1120 und 3600 m langen Tunnel von Riva hinauf in das Ledrotal eröffnet. Daraufhin wurde der dadurch nicht mehr notwendige untere Teil der Ponalestraße gesperrt. 

Nach umfassenden Rekonstruktionsarbeiten, in die rund 820.000 € investiert wurden, wurde im Juli 2004 die Ponalestraße wieder als Rad- und Fußweg freigegeben und trägt seitdem die Wegnummer D01. Wanderer und Mountainbiker können die Ponalestraße seitdem wieder uneingeschränkt nutzen. Im Juni 2014 wurde die alte Raststation Ponale Alto Belvedere an der Ponalestraße zu ihrem 100-jährigen Bestehen wiedereröffnet.“

Also los. Der Anfang war wie in allen YouTube - Videos: nicht so sehr stell, aber sehr schottrig. Am ersten Tunnel gab es einen kurzen Stopp mit Ausblick. Trotz des diesigen Wetters schon aus dieser Höhe beeindruckend.


An der Stelle gab Loni auf,  ihr Rad mit den schmalen Reifen war für diesen Untergrund denkbar schlecht geeignet. Ich wollte wenigsten noch bis zum 3. Tunnel fahren, dorthin wo die alten Befestigungen begannen. Und es gelang wider Erwarten relativ unproblematisch.






Der Ausblick machte Lust auf weiter, aber ich hatte versprochen, nur ein Stück zu fahren. Gefühlt hätte ich es geschafft! ;-) Es bleibt für das nächste Mal.





Runter ging es leichter, dann noch einen kurzen Aufenbthalt in Riva und dann in Torbele Surfer und Schiffe gucken. Traumhaft.

Abend gab es im Piccolo Mondo Prosecco, Aperol Sprizz und Chips.

Ein weiterer schöner Urlaubstag ist Geschichte














 





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