Zu Besuch bei Goethe - von Kehl nach Wörth am Rhein
Das Ziel für heute war Wörth. Ein Name, den ich bis dato nur vom Wörthersee kannte. Aber der ist wo anderes. Es standen 85 km auf dem Programm, ein früher Start war angesagt. Trotzdem wurde es 08:45 ehe wir los rollen konnten. Zunächst neben der Straßenbahn nach Straßburg und dann dauerte es wieder mehr als eine Stunde, bevor wir aus der Stadt fanden.









Der Weg meinte es heute gut mit uns: kein Schotter, Asphalt und oft schattig durch Wälder. Der Rhein war erst zum Ende der Tour zu sehen, dafür viele elsässische Dörfer mit durchweg deutsch klingenden Namen. In einigen war das Ortseingangsschild mit dem Zusatz „im Elsass“ ergänzt.
Wir kamen nach Sessenheim. Wie so oft war Goethe vor uns da. Er war wohl auf dem Weg nach Straßburg um Jura zu studieren. In Sessenheim lernte er Friedericke Brion kennen und blieb mehr als ein Jahr, vom 2.4.1770 bis 14.8.1771 hier. Was aus seinen Studien wurde ist (zumindest mir) nicht bekannt. Anwalt wurde Goethe auf jeden Fall nicht. Eine kleine Gedenkstätte und ein Goetheberg, der mehr ein Hügel ist, erinnern an den deutschen Dichter, der wohl es öfteren mit Friedericke auf dem Hügel weilte.
Es rollte sich angenehm weiter. Zum Mittag gab es Weißbrot und Elsässer Würstchen auch einem Dorfkonsum. Irgendwann kamen wir unbemerkt in Deutschland an. Kein Grenzschild, keine Fahnen, keine Begrüßung. Die Endphase des Wegs schlecht ausgeschildert, dreimal hin und her. Aber erst auf Nachfrage fanden wir Maximiliansau und das Hotel Vater Rhein unweit von Rheinufer, Zug und Autobahn.
Aber Unterkunft bestens! Fahrstrecke 93 km, aber ob des guten Untergrunds und der erträglichen Temperaturen kein allzugroßes Problem.^
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