Leben wie Gott in Frankreich -ganz so einfach ist es aber doch nicht.

Die Namen der zu durchreisenden Ortschaften klangen recht deutsch, aber die Menschen sprechen erkennbar  ausschließlich französisch.

Aber der Reihe nach.Start Gegen 9:00. Grenzach - Wyhlen ist der deutsche Ort, der Luftlinie am weitesten von der Bundeshauptstadt entfernt ist. Sie scheint aber keinem zu fehlen, denn bis nach Basel sind es 3 Minuten.  Das Frühstück auf der Terrasse bestand aus Apfelringen und Tee. Ausreichend für den Moment und in Erwartung des Lebens wie Gott in Frankreich. Aber zunächst war das Leben in der Schweiz dran, also eigentlich in Basel.








Es gab zwar keine Sprachprobleme, aber der Ausgang aus der Stadt war nicht so einfach zu finden. Also wurde es eine mittlere Stadtrundfahrt mit 20 km auf dem Tacho. Nach 2 Stunden war es geschafft und es rollte Richtung Neuf Brisach. Die Sonne, die hierzulande le Soleil  heißt,  meinte es gut. Die angenehme morgendliche Kühle wich rasch der Normaltemparatur von 35 Grad. Zunächst auf schattigen später auf sonnigen Wegen kamen wir gut voran. Die durchradelnden, sehr deutsch klingenden Ortschaften waren sehr schmuck anzusehen, sie wirkten keinesfalls verlassen, aber weder Mensch noch geöffnet Restaurants waren zu sehen.    
 






Aber wir waren ja nichts zum Essen hier, aber irgendwann gingen die Flüssigkeitsvorräte zu Neige. Gott ist in Frankreich sicher nicht mit dem Rad unterwegs gewesen, er ist hier auch nicht verdurstet, aber irgendwann  ist jede Glückssträhne zu Ende. Man stelle sich die Schlagzeile in der SZ vor: 2 Radler aus Pirna kurz vor Neuf Brisach verdurstet aufgefunden - ein herber Rückschlag für die Französisch Deutsche Freundschaft.

Aber Gottseidank es kam ein weiterer Ort names Fessenheim mit einer geöffneten Pizzaria. Nichts,  was man im Elsass erwarten würde,  aber wenn Gott gerade nicht da ist…..
Es gab Pasta mir Meeresfrüchten und Käse, das war das Menü, das man am einfachsten übersetzen konnte und dazu Mineralwasser. Es war mehr als reichlich und gut versorgt radelten wir weiter.

Die Suche nach einer Herberge stand nun an und die Chancen in Neuf Brisach standen schlecht und bis nach Colmar waren es weitere 32 km.  Also umgeplant und zurück nach Deutschland, Breisach, nur 2 km hinter der Grenze gelegen.

Der Grenzübergang war unproblematisch, auffallend ist nur, dass man von einer Tricolore verabschiedet und nicht mit Schwarz Rot Gold, sondern mit Blau Gelb begrüßt wird,





Das Hotel Stadt Breisach ist über jeden Zweifel erhaben, und wir haben den Ausflug nach Colmar auf morgen verschoben. Das heißt zwei Nächte im ersten Haus am Platz.
Die Wetteraussichten für morgen sind gut, nur 31 statt 33 Grad. 




Der Abend endet auf der Terrasse mit Blick auf den Rhein und die Vogesen. 75 km sind es doch geworden. Wir sind zufrieden.






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