Ausflug nach Colmar, 40 Grad, wolkenlos

Der 3. Tag, wenig spektakulär, aber schön!

Der Plan ist Gesetz - also geht es heute nach Colmar über Neuf Brisach. Start ist 9:00 Uhr, noch ist es angenehm kühl,  Neuf Brisach ist schnell erreicht.

Eine Stadt als Festung oder eine Festung als Stadt. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall imposant. Erbaut auf Geheiß des Sonnenkönigs Ludwig XIV von 1699 bis 1703 als der Elsass französisch geworden war, sollte sie als Bollwerk gegen die Deutschen dienen. 1871 ging die Festung an Deutschland, die Kriegsschäden wurden ausgebessert, nun war sie  ein Bollwerk gegen die Franzosen. Aber auch das half nicht, den 1. und den 2. Krieg überstand die Stadt weitestgehend unbeschadet und ist heute Weltkulturerbe -  Kriegskulturerbe.  Wem der Weg  nach  Neuf Brisach zu weit ist - Die Festung Theresienstadt, obwohl 80 Jahre jünger folgte gleiche Bauprinzipien und sollte auch ein Bollwerk sein. Was gleichfalls nicht gelang.














Es ging weiter Richtung Colmar. Zunehmend wurde es wärmer. gegen 10:30 Uhr unglaubliche 40 Grad.

 

Das wirft ordentliche Radler nicht um, Schweiß abtupfen und weiterradeln.



Und nun tauchten sie auf, die viel gepriesenen Fachwerkhäuser im Elsass. Optisch auf jeden Fall ein Anblick für den Gott in Frankreich. Auch Menschen konnten wir treffen. Eine freundliche Dame zeigte uns den Weg in einem Gemisch aus Schwäbisch und Französisch. Und wir fanden ihn auch, obwohl mein Opa mir immer gesagt hatte, niemals Kinder und Frauen nach dem Weg fragen.  Es ist eben auch in Frankreich nicht mehr alles wie früher!

Und plötzlich tauchte Colmar auf, lt. Reiseführer einst freie Reichsstadt, heute die elsässischste Stadt im Elsass. Wir wurden nicht enttäuscht.

Eine Filmkulisse pur. Menschen über Menschen und Besucher aus Asien wie sonst nur in  Rothenburg ob der Tauber oder in Neuschwanstein



Ein Kutzer Rundgang bestätigt, alles echt!







Zum Mittag gab es Mineralwasser und Tomate Mozarella am kleinen Kanal. Ein wenig Venedigflair kam auf,

Dann ging es heimwärts.  Loni hatte eigenen schnellen Weg ausgesucht, gefühlt war es der Standstreifen einer Autobahn. und so waren wir 16:00 in Breisach. In der Stadt eingekehrt, gegessen und getrunken. Breisach ist knapp halb so groß wie Pirna und hat ein gefühltes Großstadtleben. Beneidenswert.

Abends Rundgang um den Münster, einfach schön. Breisach war im Krieg zu 85 % zerstört, was man der Stadt und dem Münster nicht mehr ansieht.






Am  Ende wurden es 55 km, bei 40 Grad.  Nicht schlecht.  Das Befinden ist gut, morgen geht es nach Strassbourg.




















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