Es reist sich besser mit leichtem Gepäck

Frühstück in Komarno und dann zum empfohlenen Fahrradladen. Der war sehr freundlich und bemüht, konnte aber nicht weiter helfen. Er kannte aber einen, und der konnte helfen.

Sprach nicht englisch aber deutsch: Rad und Reifen sind hinüber. Reparatur geht nicht, aber neues Rad mit Reifen. Halbe Stunde, 50 €.

So fiel noch der Stadtrundgang ab, der am Abend vorher unterblieben war. Zwischendurch noch nach altbewährter Manier ein Paket gepackt und die nun sicher überflüssigen Winteranteile des Equipments per poste slovenska nach Pirna versendet.


Und dann lief es trotz brütender Hitze gut. Bikeline verhieß Schotterpisten, wir fuhren Asphalt. Kein Gegenwind und so kamen wir zügig auf Damm und Bundesstrasse nach Šturovo. Kleine gepflegte Dörfer, nette Menschen.

In Šturovo die große Eisenbrücke über die Donau, die erst seit 2001 wieder nutzbar ist.

Die mehr als 500 Meter lange Maria-Valeria-Brücke (slowak. Most Márie Valérieung. Mária Valéria híd) über die Donau verbindet die ungarische Stadt Esztergom mit der slowakischen Stadt Štúrovo/Párkány. Sie ist nach Prinzessin Marie Valerie von Österreich-Ungarn benannt.

Geplant wurde sie vom Eisenbahntechniker János Feketeházy, der auch andere Donaubrücken konstruierte. Seit ihrer Eröffnung im Jahre 1895 wurde die Brücke bereits zwei Mal zerstört. Das erste Mal 1920 und zum zweiten Mal am 26. Dezember 1944, als sie wie auch weitere Brücken beim Rückzug deutscher Truppen gesprengt wurde. Aufgrund der schlechten bilateralen Beziehungen zwischen Ungarn und der Tschechoslowakei bzw. Slowakei dauerte es fast 60 Jahre, bis mit der Rekonstruktion der Maria-Valeria-Brücke begonnen werden konnte. Erst am 11. Oktober 2001 wurde die Brücke erneut der Öffentlichkeit übergeben. (Wikipedia)


Sonst hätten wir Pech gehabt.

Für mich beeindruckend war spätestens seit Medvedjev, dass die slowakische Donauseite zweisprachig, ja eher ungarisch orientiert ist. Das war mir bisher nicht bekannt, macht nur bei den allgemeinen Sprachfloskeln Mühe. Tschechisch ( was so leidlich geht, Slowakisch ( was ich eigentlich nicht kann) oder Ungarisch, was jeder versteht. Im Zweifel sprechen hier aber fast alle ( meist sehr gut )Deutsch  und ansonsten Englisch.

Esztergom ist beeindruckend, war mal Hauptstadt von Ungarn. Ein Abendspaziergang und sensationelle Blocke über die Donau schlossen den Tag  ab.


Noch 75 km bis Budapest, Unterkunft ist gebucht......






Kommentare

  1. Eztergom! Wirklich wunderschön! Das wird beim nächsten Ungarntrip mit eingeplant!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Transalp 2025 - ein Projekt wird Wirklichkeit

Über den Brenner - die Königsetappe

Nach Hause -ein Drama in 2 Akten