Auf dem Damm nach Komarno

Von der Entfernung klang es anspruchsvoll, vom Progil her müsste es machbar sein. Bis Komarno auf slowakischer Seite der Donau 107 km.

Der Start verzögerte sich zeitlich, da die Motivation etwas darniederlag und das Hotel sehr schön war. Es regnete in Strömen und wir brauchten eigentlich erst um 12:00 auschecken.

Dann ging es doch los: über die Donau und zurück und dann war der Weg gefunden. Kinder in Warnwesten auf ihrem Morgenspaziergang winkten freundlich, ein reiferer Herr joggte und  trotz Regen ging es zügig voran.

Bis wir merkten, das es die falsche Richtung war. Es waren aber nur 3,5 km, also zurück und neu orientiert. Dann lief es gut. Der Regen kam samt Wind von hinten und wir wurden förmlich über den Damm geweht. 

Beim Staudamm Gabrcikovo war die Hälfte erreicht. Respektable Zeit, doch dann wurde es mühsam.

Im Dorf Medvedev gab es im Dorfgasthaus schon einen Vorgeschmack auf Ungarn - alles zweisprachig und seht freundlich.

Danach wurde der Radweg zur Schotterpiste die sich kaum vernünftig fahren lies. Anstrengend ohne Ende und ein Vorwärtskommen, das eine Ankunft in den Nachtstunden befürchten ließ.
Also runter vom Damm und den unteren Weg genutzt. Das ging etwas besser, schreckte aber im Biotop Millionen von Mücken auf, so dass das keine Alternative war.

Auch das landwärtige Ausweichen auf Feldwege erwies sich als  keine Alternative, da die Feldwege offenbar nur traktorentauglich waren.


Blieb als letzte Möglichkeit der Randstreifen der Bundesstraße, der uns tatsächlich gegen 19:00 nach Komarno kommen ließ.

Für die Schönheiten der Stadt bestand kein Interesse mehr. Immerhin Übernachtung und Essen waren ok.

Der erste Weg am Dienstag wird in die Werkstatt führen, ich habe ein Problem am Hinterrad....

Bis jetzt gefahren mehr als 800 km, bis Budapest noch 130 km, das Ziel ist in Sicht.

Kommentare

  1. Ich ziehe weiterhin den Hut vor euch und wünsche für den Rest der Strecke viel Glück und wenig unliebsame Zwischenfälle.

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