Epilog I
Wenn man weiß, dass die Radelstrecke sich am nächsten Tag absolut in Grenzen hält schläft man deutlich ruhiger. Das Hotel Kurfürst Balduin bot dazu das, was wir manchmal vermisst hatten: Ruhe. So wurde es ein geruhsamer Start. Die Zugverbindung hatten wir im Vorfeld eruiert und auch die Tickets online gebucht. Eine Überraschung gab es schon beim Buchen: Fahrräder können in Baden - Württemberg und Rheinland - Pfalz im Nahverkehr kostenfrei mitreisen.


Ich hatte mich freundlicherweise bereit erklärt einer jungen Frau, die mit Jonglierkeulen und Rennrad reiste das Rad zu halten, da sie einen Sitzplatz am anderen Ende der Straßenbahn ergattert hatte. Sie hat sich bedankt, mir hat es nichts ausgemacht.


Kurz nach 11:30 Start und 11:45 Uhr schon am Hauptbahnhof. Mitten am Tag und mitten in der Woche ein Betrieb wie zur Leipziger Messe. Vorsichtige Zweifel kamen auf, ob denn die Räder auch Platz finden würden.
Interessant, der Koblenzer Hauptbahnhof hat über 100 Bahnsteige - für ein Provinzstädtchen doch recht großzügig.
Der Zug nach Mainz sollte 13:30 Uhr gehen, aber es fuhr schon einer 12:30 Uhr. Das würde ein Zeitfenster beim Umsteigen schaffen, also nehmen wir diesen. Und das war gut so. Der Zug kam von Köln, nur wenige stiegen aus, aber viele wollten rein. Von der Größe her war es auch kein richtiger Zug sondern eher eine Straßenbahn. Aber es klappte. Im einzigen Radabteil fand sich ein Plätzchen und dann wurde es von Bahnhof zu Bahnhof voller.
Ich hatte mich freundlicherweise bereit erklärt einer jungen Frau, die mit Jonglierkeulen und Rennrad reiste das Rad zu halten, da sie einen Sitzplatz am anderen Ende der Straßenbahn ergattert hatte. Sie hat sich bedankt, mir hat es nichts ausgemacht.
Das Umsteigen in Mainz war nun ob des nun sehr großzügig bemessenen Zeitpolsters unproblematisch, der Zug nach Karlsruhe war zwar gut gefüllt, aber dass Mitkommen war zu keiner Zeit gefährdet.
In Karlsruhe war Zeit zum Fassen von Getränken und weiter ging es Richtung Basel. Mit richtig viel Platz für Mensch und Technik. Man kann über die Bahn meckern und kritteln, aber wir waren zufrieden und fast pünktlich in Basel, Badischer Bahnhof. Paradoxerweise befindet sich der Bahnhof im Eigentum der Bundesbahn obwohl er auf Schweizer Territorium steht. Er wird auch von der Deutschen Bahn betrieben und ist mit dem Deutschland Ticket erreichbar. Die Grenzkontrollen finden -wenn sie überhaupt stattfinden - nach dem Aussteigen im Bahnhof statt.
Das Hotel war schnell erreicht, zu Essen gab es auch noch und so blieb die letzte spannende Frage für den Donnerstag, ist das Auto noch da? Die Antwort wurde vertagt, auch Bahnfahren kann anstrengend sein. Das Bett ruft.
Interessant, dass man in wenigen Stunden noch einmal 10 Reisetage ohne große Anstrengungen Revue passieren lassen kann. Weißt du noch, hier haben wir gesessen? Und hier sind wir lang gefahren…. Und und und.
Vieles scheint schon nach wenigen Tagen so weit weg, als wäre es ewig her. Ein schöner Urlaub neigt sich dem Ende zu!
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