Bio unterwegs nach Mainz

Es ist ein Tag des Erkenntniszuwachses.  Etwa zwei Stunden nach dem Start überholt uns eine sehr sportif aussehende junge Frau. „Ihr seid wohl noch Bio unterwegs“ Ich verstand die Frage nicht so recht. Sie erzählte dann noch schnell, dass sie nach Köln wollte und weg war sie. Loni musste mich dann aufklären. Die junge Frau fuhr elektrisch, wir Bio, d.h. konventionell.  Bio klingt in dieser Hinsicht ja  durchaus positiv!

Aber auch Bio kommt man voran.

Doch von vorn. Ob der kurzen Strecke heute gingen wir es ruhig an. Das Hotel schien kein opulentes Frühstück erwarten zu lassen. Doch wir wurden eines Besseren belehrt. Der Frühstücksraum war klein, das Angebot mehr als üppig. Und so ging es 10:30 los.

Der Weg aus Worms schien nicht allzu kompliziert zu sein, aber 2 Umleitungen brachten Verwirrungen und ungeplante Kilometer. Dazu kam böiger Wind aus wechselnden Richtungen. Meist von vorn, aber manchmal auch von hinten.

Zwischendurch trafen wir alte >bekannte. Es war in der DDR doch nicht alles schlecht und der Kran von TAKRAF scheint unverwüstlich.



 Und dann lief es gut!

Nach 30 km wurde der Rheinradweg den Erwartungen ähnlicher: links rückten die Weinberge heran, beidseits des Wegs tauchten Möglichkeiten für Essen und Trinken auf. Openheim war mir bislang nur durch seinen Wein bekannt, ist aber ein durchaus ansehnliche Städtchen an den Weinbergen. 



Kurz nach Oppenheim ein Kult- Imbiss mit Rheinblick. Es war ein schlichte Bude, die dort offensichtlich seit 1972 dort steht und im Radführer vermerkt ist. Es gab Pommes mit Hähnchen und Salat und Mineralwasser. Hätten wir gewollt, hätten wir kistenweise Wein mitnehmen können. Wollten wir aber nicht. Gegenüber gab es dann einen  Espresso vom Feinsten und weiter ging´s.





Noch 20 km bis Mainz. Da sonntags erstaunlicherweise  mehr Langstreckenradler unterwegs sind kommt man auch öfters ins Gespräch. Ein holländisches Paar kam aus Rotterdam und wollte bis Straßburg. Ohne Hotel, nur Camping. Von dort mit dem Zug nach Donauwörth und dann bis Budapest. Und am 15.7. wollten sie wieder in Holland sein.  Da wird die eigene Leistung mit jedem Abend warmduschen doch etwas kleiner.




Es ging dann durch die ersten Weinberge, ein wenig sah es wie zu Hause. Die Erde war jedoch irgendwie anders aus: rötlich bis bräunlich.
Mainz begrüßte uns mit einem Weinstand an einer Rheintreppe. Eine Weißweinschorle mit Winzerwein machte uns Fit für den Abend. Der hielt einen Besuch des Domes (der 3. Dom in 3 Tagen), eine Rundfahrt durch eine hübsche Altstadt und Wein in der Beachbar am Rheinufer für uns bereit. So geht Urlaub.




Die Altstadt durchaus sehenswert, wenn auch nicht mehr komplett erhalten. Alles in allem eine hübsche Stadt mit freundlichen Menschen.




Morgen nur bis Bingen /Rüdesheim. Die Drosselgasse und das Niederwalddenkmal stehen auf dem Programm. Ohne Umleitungen vielleicht 35 km. DSas lies den Abend geruhsam ausklingen.



Von Basel bis Mainz kumulativ 525 km mit allen Ausflügen und Umleitungen.





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