Das Deutsche Eck
Es standen noch einmal 65 km auf den Programm. Die letzte Radetappe. Es hieß früh aufstehen, schnell frühstücken und los!
Der Weg führte ausschließlich am Rhein entlang. Mal direkt am Ufer, mal neben der Schiene und oft auch neben der Straße.










Wir haben bereits 620 Kilometer in den Beinen und nur noch 14 vor uns. Und die waren schnell geschafft und wir erreichten Koblenz! Der Weg zum Deutschen Eck war noch mit zwei letzten kleineren Umleitungen gespickt und dann war es da!





69,13 km für die letzte Etappe! Freude kommt auf
Und in der Tat starteten wir 08:45 bei bestem Radlerwetter: angenehm kühl und kein Wind.
Der Weg führte ausschließlich am Rhein entlang. Mal direkt am Ufer, mal neben der Schiene und oft auch neben der Straße.
Es ging gut voran, die Landschaft ein Traum. Nach knapp 30 km erreichte wir St. Goar. Unter diesem Namen war es mir eher unbekannt, aber als Loreleyfelsen schon ein Begriff.
Da war doch mal was: Deutschunterricht Heinrich Heine und ein „Märchen aus uralten Zeiten“
Der Sage nach sitzt eine Nixe auf einem sagenumwobener Felsen am Rhein bei St. Goarshausen und verdreht den Schiffern mit ihrem Gesang den Kopf. Dass sich diese Geschichte ins Gedächtnis der Menschen eingebrannt hat, ist vor allem dem Dichter Heinrich Heine zu verdanken. Der schuf 1823 dieses unvergessliche Gedicht, das mit den Zeilen: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin, ein Märchen aus uralten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn“ beginnt. Durch die 1837 dazu geschaffene Melodie von Friedrich Silcher wurde es quasi zum Volkslied.
Auf der Landzunge bei St. Goarshausen steht seit 1983 eine 3,30 Meter hohe Loreley-Figur aus Bronze.
Auf der Landzunge bei St. Goarshausen steht seit 1983 eine 3,30 Meter hohe Loreley-Figur aus Bronze.
Die Dame, die der Sage nach den Untergang von hunderten von Schiffen verursacht haben soll und dabei den Tod der Schiffer billigend in Kauf nahm, war heute auf ihrer Insel allerdings kaum zu erkennen, darum musste Wikipedia für dieses Fotomotiv herhalten.
Zu sehen war jedoch deutlich , dass der Rhein hier sehr eng ist und die Schiffe schon zirkeln müssen, wenn sie sich begegnen. Aber heute blieben erkennbare Katastrophen aus und wir radelten weiter nach Boppard.
Ein niedliches Städtchen am Rhein mit einer Uferpromenade die einer größeren Stadt durchaus Ehre gemaсht hätte. Mittag in der Sonne am Fluß und dann nahmen wir die letzten Kilometer in Angriff.
Wir kamen nach Spay. Spay ist ein gewöhnliches Dörflein am Rhein. Seine Besonderheit besteht darin, dass sich im Dorf der Mittelpunkt des schiffbaren Rheins befindet. Das heißt von hier zurück nach Basel sind es 410 Km und weiter bis Rotterdam 414 km.
Also Bergfest für die, die die volle Strecke fahren wollen. Würden wir schon, aber Gottseidank haben wir nicht so viel Zeit.
Wir haben bereits 620 Kilometer in den Beinen und nur noch 14 vor uns. Und die waren schnell geschafft und wir erreichten Koblenz! Der Weg zum Deutschen Eck war noch mit zwei letzten kleineren Umleitungen gespickt und dann war es da!
Es sah genau so aus wie auf den Fotos.
Der Name des Zusammenflusses von Rhein und Mosel kommt nicht wie man meinen könnte vom Reiterdenkmal des Kaisers, das dort 1897 errichtet wurde sondern sondern von einer frühen Ansiedlung des Deutschen Ordens an der Mündung der Mosel in den Rhein im Jahr 1216. Wegen dieser historischen Bedeutung wählte Wilhelm II. der Enkel des ersten Kaisers diesen Platz für die Errichtung des Denkmals. In den letzten Kriegstagen wurde das Denkmal durch Artilleriebeschuss zerstört und zunächst nicht wieder aufgebaut. Der verbliebene Sockel diente bis 1993 kaiserlos als Mahnmal der deutschen Einheit. Ende der 1980er Jahre gründete sich eine Bürgerinitiative zur Wiedererrichtung des Standbilds, die am 3.10. 1990 wiedergewonnene deutsche Einheit wischte alle alle Argumente gegen die Neuschaffung des Standbilds vom Tisch so dass es, im wesentlichen durch die Spende einer Familie finanziert, seit Herbst 1993 wieder in voller Größe von 37 Metern am alten Platz steht. Jährlich mehr als 2 Millionen Besucher geben den Initiatoren im Nachgang Recht: einen beflaggten Steinsockel hätten sicher nur deutlich weniger Menschen sehen mögen.
Es ist schon irgendwie beeindruckend nach 634 km vor einem weiteren der großen Denkmäler aus der Kaiserzeit zu stehen, auch wenn es in weiten Teilen nur eine Kopie ist!
Den Aperol am Kiosk hatten wir uns redlich verdient! Dann nur noch wenige hundert Meter an der Moselpromenade entlang und das Hotel City Hotel Kurfürst Balduin war gefunden. Der aktive Teil des Urlaubs war geschafft.
69,13 km für die letzte Etappe! Freude kommt auf
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