Und talwärts

Ein Start wie aus dem Bilderbuch: Sonne über dem Reschensee und ein blauer Himmel, wie er eigentlich aus Bayern sein müsste. Aber Südtirol ist ja nicht so weit weg davon.

Am See entlang bis zum Kirchturm von Graun. Angeblich das meist fotografierte Objekt in Südtirol. Wir haben es auch nicht lassen können. Der Untergang von zwei  Dörfern und drei Weihern ist sicher bedauerlich und wäre heute auch nicht mehr denkbar. Aber der See sieht aus, als gehöre er ins Etschtal. Und letztlich wohl auch kein Vergleich mit dem Wegbaggern weiter Teile der Lausitz oder des Leipziger Umlands. Und immerhin, der Kirchturm blieb und wurde unlängst saniert, damit er noch lange an das Dorf erinnert. Das im Übrigen, etwas höher, am Ufer wieder steht.

Weiter bis zum Staudamm, einmal rüber  und zurück und dann an St. Valentin auf der Haide und dem Haidersee vorbei talwärts bis Burgeis. Die Radler die uns entgegen kamen waren zu bedauern. Ich glaube die Via Claudia aus Richtung Venedig ist ungleich anstrengender!

In Prad am Stolfserjoch war Pause in der Sonne. Und es war Markttag. Wir hätten kaufen können ohne Ende: Lederhosen und Dirndl für die Enkel. Doch die Vernunft hat gesiegt, es war kein Platz am Rad. Kurz kam der Gedanke auf, das Stilfserjoch hoch zu radeln. Von 980 auf 2.765 Meter ü. NN. Das wäre doch was! Wir haben uns gemeinsam dagegen entschieden, schließlich war die Übernachtung schon gebucht. Also weitergeredet über  Laas, Schlanders, Latsch nach Kastelbell. Immer leicht abwärts, nahezu ohne zu treten. Anfangs am Bächlein Etsch steil abwärts, dann gemächlich neben einem Fast- Fluss durch Obstplantagen, die schon ahnen ließen was bald erntereif sein wird.

Dann auch schon Weinberge - Italien lässt grüßen. 

Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir das Hotel Mondschein. Direkt am Radweg - direkter geht es nicht. Auch hier war der Name Sven Vater ein Begriff.

Auf der Terasse neben Palmen gab es den ersten Wein und dann das Bad im Pool. Den Ausflug in das Städtchen haben wir abgesagt - zu Gunsten des zweiten Weins und eines Sonnenbads.

Wieder ein Tag, an dem es nichts zu meckern gab. Ein großes Dankeschön an die Freunde.

Sportlich bot die Fahrt keine große Herausforderungen: 62 km bei 1.000 hm abwärts. Die Bremsen waren geforderter als wir!  So schön kann Radeln sein! Südtirol ist ein Traum?








Kommentare

  1. Das hört sich alles super an. Tolles Wetter, schöne Motive und ein geschöntes Portemonnaie Dank wenig Platz auf dem Rad. Bringt trotzdem was mit!
    LG kaddi

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  2. Schön, dass ihr es geschafft habt. Und nun nur noch bergab direkt bis nach Venedig in die Gondel. "Oh sole mio!" Viel Spass weiterhin. LG Pechti und Kerstin

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