Zu Besuch bei den Reichen und Schönen
Nach vier Tagen Bodenseeumrundung und einem Ruhetag war der Elan für weitere Radtouren noch nicht zurückgekehrt Das lag sicher auch an den mehr als 30 Grad, die man für uns bereit hielt und die jeden normal denkenden Radler abschrecken müssen. Drum hatten wir uns gestern spontan entschieden zumindest erst einmal bis zum Tegernsee mit dem Automobil und den Fahrrädern im Huckepack zu fahren. Das klappte auch problemlos Frühstück um neun auf der Sonnenterrasse des Hotel Garni mit Jürgen, der danach den Heimweg antrat.
Abschied von Bruder und Schwägerin um zehn auf dem Hummelweg und dann rollten wir zu zweit ganz gemütlich bis zum Tegernsee . D..h.Loni fuhr, ich schlief. Alles in allem knapp 230 km. Am späten Mittag waren wir da. Das Hotel war in der zweiten Reihe. Die Bilder bei Booking waren vielversprechender, aber es war für Radfahrer auf jeden Fall in Ordnung ordentlich sauber und ein freundlicher Wirt, der offensichtlich unsere radfahrerischen Ansprüche übererschätzte und uns die tollsten Bergtouren empfahl. Das Zimmer mit Balkon wie versprochen mit Bergblick , die Berge standen hinter der großen Bäumen was den Vorteil eines schattigen Balkons mit sich brachte.
Nach einer kurzen Rast brauchen wir auf, um den Ort zu erkunden: Strandpomenate rauf und Strandpromenade runter. Vielmehr war heute nichts zu sehen. Glühende Hitze, überall lagen sich sonnende oder badende Menschen herum. die Touristeninformation war touristenunfreundlich bereits geschlossen. Die Natives brauchen keine Info, die Reichen und Schönen kennen sich aus. Radfahrer sind hier offenbar nicht die typischen Gäste. Nach 1 Stunde Rast auf einem Schattenbänkchen, wo uns der Schlaf übermannte, radelt mir weiter und fanden in der Tat unmittelbar am See eine Pizzeria des hiesigen Yachtclubs, wo es uns gelang einen Slot bis 18:30 Uhr für ein kurzes Abendbrot zu erlangen.
Es war mehr als ausreichend und für radelten zurück, bis zum Public Viewing war noch einigermaßen Zeit, die wir für ein kurzen Schlaf nutzen wollten. Der kurze Schlaf war so kurz nicht um 21:30 Uhr hatte keiner mehr Lust aufzubrechen. So gab es also Wein auf dem Balkon und Fußball im Zimmer. Rein optisch macht der See was her Sonne, Berge, Wasser . Aber als Inkarnation der Reichen und Schönen hätte ich mir alles etwas mondäner vorgestellt. Na vielleicht wird es ja morgen
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