Vom Tegernsee zum Chiemsee
Ein geruhsam Tag, ohne wesentliche Aufregung. Nach einem ruhigen Frühstück starten wir gegen 11:00 Uhr mit dem Automobil Richtung Chiemsee. Das Navi verhieß, eine Fahrtstrecke von anderthalb Stunden, die wir auch schafften, und so waren wir kurz nach 12:30 Uhr bereits in Prien am Chiemsee. Das Zimmer war erwartungsgemäß noch nicht fertig. So hat es auch Booking.com versprochen, aber der freundlicher Herr an der Rezeption versprach uns anzurufen sobald das Zimmer fertig ist. und so radelten wir ein wenig umher. Er rief natürlich nicht an und wurde die Radtour etwas ausführlicher, aber wenig anstrengend.
Wir waren im Prinzregent Luitpold untergekommen, offensichtlich das erste Haus am Platz, und wir hatten Zeit, uns mit dem Prinzregenten selbst zu beschäftigen.
Er regierte Bayern in den Jahren, in denen die richtigern Könige Ludwig der Zweite und Otto der Erste Regierungsgeschäften nicht nachkommen konnten, da sie entweder durch Intrigen aus dem Amt getränkt wurden wie Ludwig der Zweite oder tatsächlich geistig dazu nicht in der Lage waren wie Otto, der erste die Zeit der Regentschaft fehlt die Gründung des deutschen Reiches und ein aufblühen der Kunst und Kultur in Bayern Regierungsgeschäfte selbst über dies mindestens weiß das Wikipedia zu berichten, mehr oder weniger sein Beamten. Er starb 1912, ohne das Ende der Monarchie in Bayern und Deutschland erleben zu müssen.
Ludwig, der Zweite ist wohl heute der bekannteste der bayerischen Könige und die von ihm in Auftrag gebeten. Schlösser sind unverändert ein Anziehungspunkt für Touristen aus dem In- und Ausland. Aufgrund der Kürze unseres Aufenthalts war uns ein Besuch dieser Schlösser nicht vergönnt. Es ist aber ein Grund wieder her zu kommen.So bleiben zunächst nur Bilder von Neuschwanstein und Herrenchiemsee.
Nebenbei wurde bayerische Geschichte studiert: das Schicksal von Ludwig II. dem Neffen des Namensgebers unseres Hotels wurde uns in einer kleinen Broschüre hautnah da geboten. Wikipedia wusste darüber hinaus noch einiges zum Prinzregenten zu berichten. Es war damals wahrscheinlich nicht anders als heute nicht jeder passte in das System und Intrigen bestimmten, das Leben der Herrschenden.
Prien ist ein mittelgroßes Städtchen, die auf den ersten Blick nicht allzu viel bieten hat. Das liegt vielleicht auch daran, dass uns die Zeit fehlte, wir brauchten nur noch Schatten und etwas zu trinken. Bemerkenswert auf jeden Fall die Schmalspurbahn, die vom Bahnhof der Fernbahn zum Hafen führt. 1,6 km lang bringt sie seit 1887 die Gäste vom Bahnhof zum Hafen. Zunächst Dampfbetrieb aktuell unter der Woche mit Diesel und nur am Wochenende unter Dampf. Der Hafenbahnhof direkt vor unserem Fenster- ein Zimmer mit Gleisanschluss hatten wir noch nicht. Das gilt auch für das Zimmer selbst geräumig, breite Türen, rollstuhltauglich war es wie gemacht für alte Radler. Also für mich. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht ein Vorgriff auf die Zukunft ist.
Den Abend beschlossen wir am Hafen, bei einem Getränk und gutem Essen.
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